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Patienteninfos

Erkrankungen der Speicheldrüsen

Häufige Erkrankungen der Speicheldrüsen sind immer wieder auftretende Entzündungen der Unterkieferspeicheldrüsen durch in der Drüse gelegene Speichel- steine oder gutartige Geschwülste der Speicheldrüsen.

Steinleiden der Unterkieferspeicheldrüse

Liegt der Stein relativ weit oberflächlich, z.B. im Ausführungsgang, so kann dieser oft durch eine Gangschlitzung des Ausführungsganges der Speicheldrüse vom Mund aus entfernt werden. Der Gang wird hierbei in örtlicher Betäubung vorsichtig eröffnet, und der Stein wird ggf. mit einem Häkchen entfernt. Anschließend werden die Ränder des Ausführungsganges durch wenige sich selbstauflösende Nähte offengehalten. Die Operation wird in der Regel ambulant durchgeführt. Liegt der Stein aber tiefer in der Drüse, so kann dieser nur entfernt werden, indem man die ganze Drüse von außen über einen Hautschnitt unterhalb des Unterkiefers entfernt.
Diese Operation erfolgt in Vollnarkose und dauert ca. 45 min. Bei der Operation wird die Drüse unter Schonung des Gesichtsnervens der über die Drüse zum Mundwinkel läuft komplett entfernt. Der Speicheldrüsenausführungsgang wird abgeschnürt. Normalerweise bemerkt man das Fehlen der Drüse nicht, da es noch 5 weitere große Speicheldrüsen gibt.
Der stationäre Aufenthalt beträgt ca. 1 Woche.
In einigen Fällen kann auch durch eine Steinzertrümmerung ähnlich wie z.B. bei Nieren- oder Gallensteinen versucht werden.

Operation der Nasenscheidewand


Eine Verbiegung der Nasenscheidewand kann sich unter anderem durch eine Behinderung der Nasenatmung oder durch häufige Entzündungen der Nasennebenhöhlen bemerkbar machen. Viele Menschen haben eine Verbiegung der Nasenscheidewand, von der sie nichts bemerken. Dann muß diese Verbiegung auch nicht operiert werden.

Es wird ein Schnitt im Nasenvorhof rechts angelegt, also im Inneren der Nase, wo man es später nicht sieht. Dann wird der verbogene Knorpel in der Nase begradigt. Manchmal, wenn durch Voroperationen oder Entzündungen zu wenig Knorpel in der Nase ist, oder wenn gleichzeitig die äußere Nasenform verändert werden soll, muß man zusätzlich Knorpel von der Rippe oder vom Ohr einpflanzen. Dies ist aber nur selten notwendig.
Jeder Mensch hat in der Nase Schwellkörper, die sogenannten inneren Nasenmuscheln. Diese Schwellkörper passen sich in ihrer Form der Nasenscheidwand an. Wenn diese daher begradigt wird, müssen auch die Schwellkörper kleiner gemacht werden, damit der Patient hinterher gut Luft durch die Nase bekommt.
Nach der Operation wird die operierte Nasenscheidewand durch zwei Folien gestützt und die Nase bds. austamponiert. Zwei Tage nach der Operation wird die Tamponade aus der Nase entfernt. Das ist etwas unangenehm. Meist kann einen Tag später auch die Folie entfernt werden und der Patient darf, wenn keine Komplikation eintritt und die Heilung gut verläuft, nach Hause.
Wichtig ist aber die intensive Pflege der Nase mit Salben und Sprays noch Tage und Wochen nach der Operation, denn die Nase heilt nur, wenn sie innen feucht ist. Die Anleitung dazu bekommt man im Krankenhaus.


Verschönerung der äußeren Nasenform

Manchmal ist die Nase von Natur aus oder nach einem Unfall, einer Operation oder einer Entzündung äußerlich verbogen. Dazu zählen unter anderem die knöcherne Schiefnase, die Sattelnase (eingefallener Nasenrücken), die abgesunkene Nasenspitze und die Hakennase. Solche Verformungen kann man operieren. Meist wird gleichzeitig auch die verbogene Nasenscheidewand mit begradigt. Dazu siehe oben. Zusätzlich wird aber die Haut über einen inneren Schnitt, den man nachher nicht sieht, vom Nasenrücken abgeschoben und dann die Form korrigiert. Entweder wird etwas von Knochen weggenommen oder etwas hinzugefügt.
Wenn etwas aufgefüttert werden muß, braucht man dazu Knorpel von der Rippe oder vom Ohr, der über einen kleinen Schnitt gewonnen wird. In den meisten Fällen wird gleichzeitig die Nase seitlich gebrochen, damit man oben kein offenes Nasendach erhält und die Nase schön gerade eingerichtet werden kann.
Nach der Operation wird die Nase wie bei der Nasenscheidewandoperation austamponiert. Zusätzlich bekommt der Pat. aber noch einen Gips, der er zwei bis drei Wochen tragen muß, also auch zu Hause, wenn er schon entlassen ist.
Auch bei dieser Operation muß der Patient seine Nase intensiv mit Salben und Sprays pflegen. Die Anleitung dazu geben die Ärzte und Schwestern im Krankenhaus.


Operation bei Nasenpolypen

Nasenpolypen sind gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut, die auf eine chronische Entzündung hinweisen. Die Polypen sitzen meistens in beiden Nasenhaupthöhlen, die man zum Atmen braucht und auch in einer oder in allen Nasenhaupthöhlen. (Dazu gehören die Kieferhöhlen, die Stirnhöhlen, die Siebbeinzellen und die Keilbeinhöhle.) Polypen können auch nach einer Operation wieder nachwachsen.
Trotzdem wird eine Operation oft notwendig, weil der Patient keine Luft mehr durch die Nase bekommt, oder weil durch die Polypen häufige, akute Nasennebenhöhlenentzündungen entstehen.
Es gibt zwei Möglichkeiten der Operation: entweder werden nur die Nasenhaupt- höhlen von Polypen befreit, damit der Patient wieder Luft bekommt, oder es werden alle Nasennebenhöhlen von Polypen frei gemacht. Die erstere Operation kann zum Beispiel mit Hilfe des Shavers, das ist ein Saugschneider in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt werden. Die zweite Operation kann nur in Vollnarkose durchgeführt werden und dauert auch deutlich länger. Bei beiden Möglichkeiten wird nur durch die Naselöcher vorgegangen, so daß keine äußeren Narben zurückbleiben.
Manchmal ist die Nasenscheidewand so verbogen, daß der Operateur von innen nicht an die Polypen herankommt. Dann muß zunächst die Nasenscheidewand begradigt werden, bevor die eigentliche Polypenoperation beginnen kann.


Operationen bei chronischer Entzündung der
Nasennebenhöhlen

Wenn eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen vorliegt, die nicht durch Medikamente beherrscht werden kann, kann eine Operation notwendig werden. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nachdem, welche Nasennebenhöhle (Kieferhöhle, Stirnhöhle, Siebbeinzellen oder Keilbeinhöhle) von der Entzündung befallen ist, oder ob es mehrere oder sogar alle sind.
Die Nasennebenhöhlen münden über relativ kleine Löcher in die Nase. Ziel der Operation ist es daher, diese Mündungen größer zu machen, damit nach dem Ausräumen der Nasennebenhöhlen mit jedem Atemzug wieder frische Luft hineingewirbelt wird. Außerdem gelingt es den Flimmerhärchen der Schleimhaut dann wieder, das Sekret durch die größere Öffnung in die Nasenhaupthöhle zu treiben.

Leider neigen die Öffnungen nach der Operation wieder zum Schrumpfen, so daß eine erneute chronische Entzündung nicht ganz ausgeschlossen werden kann. Glücklicherweise ist das aber selten.


Operation bei Nasenbeinbruch

Wenn die Nase gebrochen ist und keine anderen Knochen gebrochen sind und keine anderen Verletzungen vorliegen, so ist einer Operation nur dann ratsam, wenn die Nase schief steht oder eingedrückt ist. Sollte die Nase ihre alte Form behalten haben, so kann sie ohne weiteres ohne Operation verheilen. Ansonsten kann die Nase in einem kurzen Eingriff in örtlicher Betäubung geradegerichtet werden. Bei Kindern wird das natürlich in Vollnarkose gemacht.
Der Patient kann in örtlicher Betäubung selbst in den Spiegel schauen und sagen, wann die Nase wieder so aussieht wie vor dem Unfall. Danach wird sie mit einer Tamponade ausgestopft, die in der Regel drei Tage belassen wird. Außerdem wird ein Gips auf die Nase befestigt, der zwei Wochen getragen werden sollte. Der Knochen der Nase braucht aber viel länger, um wieder richtig fest zu werden. Für ca. zwei bis drei Monate sollte der Patient daher Ballspiele und Mannschaftssportarten vermeiden.
Die Operation eines frischen Nasenbeinbruches ist nur in den ersten 7-10Tagen nach dem Unfall möglich, weil danach der Knochen anfängt, zu verheilen.
Auf jeden Fall, ob mit oder ohne Operation, sollte durch eine Nals-Nasen-Ohren-Arzt zunächst täglich kontrolliert werden, so sich ein Bluterguß in der Nasenscheidewand gebildet hat. Dieser muß nämlich in jedem Fall so bald wie möglich operiert werden.


Andere Operationen an der Nase

Es gibt noch eine ganze Menge anderer Operationen an der Nase. So gibt es gutartige Geschwulste in der Nase, wie zum Beispiel Schleimbeutel (Mucozele) oder agressiv wachende Polypen nur auf eine Seite (invertiertes Papillom), die besser nicht durch die Nase operiert werden, da sie sonst wieder kommen können. Solche Formen sind zwar nicht bösartig, können aber durch ihr aggressives Wachstum Strukturen der Nase zerstören und sollten daher besser von außen operiert werden .
Auch bösartige Tumore der Nase, die glücklicherweise selten sind, müssen von außen operiert werden. Der Schnitt geht dabei vom mittleren Ende der Augenbraue an der seitlichen Nase abwärts bis zum Ansatz des Nasenflügels an der Wange. Es hat sich gezeigt, daß man eine solche Narbe später kaum oder gar nicht mehr sieht. Dieser Schnitt ist aber nicht für alle Operationen geeignet. Einzelheiten erklären wir Ihnen

 
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